Aus der Gemeinderatssitzung vom 18.12.2017

Forstverwaltung zeigt Rückblick auf Forstjahr 2017 / Verabschiedung des Forstwirtschaftsplans 2018 / Brennholzpreise unverändert

In der letzten öffentlichen Sitzung vor Weihnachten stellten Bezirksleiter Markus Krebs und Revierförster Martin Melcher vom Forstamt dem Gemeinderat die Planzahlen für den Forsthaushalt 2018 vor. Vorab zeigten sie einen Rückblick auf das abgelaufene Jahr 2017.
 
Das Forstjahr 2017 wird mit einem Gewinn in Höhe von 29.450 € abschließen. Im Vergleich zu den Planungen wurden die Erlöse aus den Holzverkäufen gesteigert und die Ausgaben fielen geringer aus als geplant.
 
Weitestgehend konnten die Waldarbeiten planmäßig durchgeführt werden. Allerdings waren 15 % des nutzbaren Holzes von neuartigen Pilzerkrankungen betroffen. Dadurch ergab sich ein erhöhter Aufwand für die Verkehrssicherheitskontrollen. Revierförster Martin Melcher zeigte anhand einiger Bilder z. B. das Eschentriebsterben und den gefährlichen Brandkrustenpilz.
Im Zuge der Pflanzmaßnahmen 2017 wurden junge Eichen gesetzt. Für 2018 sind weitere Pflanzungen geplant. Eine gute Ausbeute konnte bei der diesjährigen Saatguternte im Kuppenheimer Wald verzeichnet werden. Fast 1 Tonne Eicheln wurden von einer Baumschule gesammelt, die als Setzlinge verwendet werden.
 
Und wer aufmerksam durch den Stadtwald spaziert, konnte das neue Hinweisschild am Wegesrand begutachten, das den ökologischen Wert von Totholz den Waldbesuchern näher bringt.
Ein tolles Miteinander hat sich auch zwischen den Kindern des Waldkindergartens "Kuppenheimer Waldwichtel" und dem Forstbetrieb entwickelt. Die Waldwichtel sind schon über ein Jahr im Stadtwald unterwegs und erkunden dort ihre heimische Natur.
 
Der Forsthaushalt 2018 plant mit einem Jahresüberschuss in Höhe von 4.000 €. Schwerpunkt bei den Betriebsausgaben wird u. a. die Holzernte mit 38.000 €, die Bestandspflege mit 5.000 € und die Wegeunterhaltung mit 8.000 € sein. Als Maßnahmen des Vermögenshaushalts sind im Wirtschaftsjahr 2018 die Befestigung weiterer Rückegassen von insgesamt 10.000 € eingeplant. Die bereits in den Vorjahren geplanten Gassenbefestigungen konnten witterungsbedingt nicht planmäßig durchgeführt werden.
 
Im Hinblick auf die Holzvermarktung wies Krebs darauf hin, dass die Brennholzversorgung für das kommende Jahr gesichert sei und die Preise stabil bleiben.
Der Gemeinderat begrüßte das wiederum positiv zu erwartende Ergebnis 2017 und beschloss den Forstwirtschaftsplan 2018.

Bildunterschrift
Neues Hinweisschild: Ökologischer Wert von Totholz


Sachstandsbericht zur Flüchtlingsunterbringung in Kuppenheim

Bürgermeister Mußler informierte die Öffentlichkeit über die Anschlussunterbringung von Flüchtlingen im vergangenen Jahr und die bisherigen Integrationserfolge vor Ort. Dabei führte er aus, dass derzeit 72 Personen verteilt auf 9 Unterkünfte in Kuppenheim untergebracht sind. Allein im Jahr 2017 wurden 57 Personen in den Anschlussunterkünften untergebracht. Überwiegend stammen die Flüchtlinge aus Syrien (31 Personen), ein Großteil aus Afghanistan (17 Personen) und jeweils 9 Personen aus dem Irak und Eritrea. Für das Jahr 2017 gibt es noch eine Restverpflichtung zur Aufnahme von 9 Personen und im Jahr 2018 müssen noch 24 Personen in Anschlussunterbringungen aufgenommen werden. Des Weiteren sind im ehemaligen Gästehaus Kreuz noch ca. 30 Menschen in die Gemeinschaftsunterkunft des Landkreises eingewiesen. Damit leben momentan rd. 100 Flüchtlinge in Kuppenheim. Zum 15. März 2018 wird die Stadt Kuppenheim das Gebäude in der Ringstraße 20, ehemals Gästehaus Kreuz, alleine belegen.
 
Auch über die personellen Kapazitäten wurde berichtet. Seit einem Jahr arbeitet Ulrike Sztatecsny als Integrationsbeauftragte für Kuppenheim und Bischweier und ist die direkte Ansprechpartnerin für die Flüchtlinge. Seit letzter Woche hat die Stadt Kuppenheim nun auch mit Marco Wöllner einen Hausmeister, der sich um die städtischen Flüchtlingsunterkünfte kümmert. Die Sozialberatung und -betreuung erfolgt durch das Sozialamt des Landratsamtes Rastatt und bietet unter dem Namen "Integrationsmanagement" auch Sprechstunden in Kuppenheim an.
 
Besonders erfreulich ist, dass das ehrenamtliche Angebot von den Flüchtlingen gut angenommen wird. Rund 20 bis 25 Ehrenamtliche engagieren sich mit Patenschaften, Dolmetscherdiensten, Deutschkursen, Spielenachmittagen, Begegnungscafès, Fahrdiensten und Umzugshilfen. Auch Vereine und Initiativen, wie beispielsweise die Turnvereine Kuppenheim und Oberndorf (Gymnastik, Zumba, Faustball), die Ski-Freunde (Skigymnastik), der SV 08, der Katholische Kirchenchor, der Verein "Hand in Hand", die MEDIE-Ambulanz, die Schachgemeinde "Rochade" und das Internetcafé Knöpfle 56plus helfen bei der Integration vor Ort.
 
Auch zahlreiche Betriebe in Kuppenheim und Umgebung bieten oder boten Praktika, Arbeitsstellen oder Ausbildungsplätze für Flüchtlinge an. Die Stadt-Apotheke, Frisör "Figaro", die Stadt Kuppenheim sowie die Annen-Apotheke in Bischweier und die Firma USS GmbH aus Sinzheim haben im Rahmen von Praktika einen Einblick in die jeweiligen Berufssparten ermöglicht. Bei insgesamt 13 Unternehmen konnten Ausbildungs- oder Arbeitsverträge abgeschlossen werden. In Kuppenheim sind das die Stadt-Apotheke, das Radhaus Kastner, der REWE-Markt, die Firma MAT Moderne Abgastechnik sowie die Schreinerei Philipp. In Bischweier haben die Firma FMK-Beschriftungen sowie die Arthur Hörig GmbH Flüchtlingen die Chance gegeben, sich beruflich zu integrieren. Des Weiteren kam es zu Arbeitsverträgen bei 7 weiteren Firmen in der Region.
 
In den Kindergärten sind aktuell 3 Flüchtlingskinder, 32 Flüchtlingskinder besuchen die Favoriteschule, 2 Schülerinnen die Werner-von-Siemens-Realschule und jeweils 1 Schüler die Carl-Benz-Schule in Gaggenau und die Anne-Frank-Schule in Rastatt.
 
Bürgermeister Mußler bedankte sich bei allen Beteiligten, die bei der erfolgreichen Integration der Flüchtlinge in Kuppenheim und im Landkreis Rastatt mitgeholfen haben und sich auch weiterhin engagieren werden.

 

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