Gemeinderat beschließt Fassadengestaltung der Veranstaltungshalle im Rahmen eines Bürger-Workshops

"Soll sich die Veranstaltungshalle eher zurückhaltend oder hervorstechend in ihrem Umfeld präsentieren?"

Dies war eine der grundlegenden Fragen, die Architekt Helmut Dasch am vergangenen Freitag den rund 40 Teilnehmern des Workshops zum Neubau der Veranstaltungshalle stellte.
Nachdem die örtlichen Vereine sowie die Öffentlichkeit seit Beginn der Planungen zur Veranstaltungshalle intensiv eingebunden wurden, sollte nun auch die Gestaltung der Außenfassade sowie der Fußbodenbeläge in einem ersten Workshop transparent vorgestellt und diskutiert werden. 

Architekt Helmut Dasch stellte zunächst anschaulich die möglichen Materialien für die Gestaltung der Fassade vor. Denkbare Materialien sind dabei Kunststoffplatten, Faserzementplatten, Metallplatten, Strukturprofile aus Holz oder Metall sowie Putz. Für alle vorgestellten Materialien wurden Beispielfotos und Muster gezeigt sowie die einzelnen Vor- und Nachteile erläutert. Architekt Dasch hob hervor, dass die Entscheidung, welches Material gewählt wird, unabhängig von den Kosten getroffen werden kann, da sich die Abweichungen zwischen den verschiedenen Materialien lediglich im Ein-Prozent-Bereich bewegen.  
 
Nach der ausführlichen Präsentation konnten die interessierten Bürgerinnen und Bürger sowie der Gemeinderat anhand zweier Bilder entscheiden, ob sie eher eine dunkle oder helle Fassade bevorzugen würden. Architekt Helmut Dasch betonte zuvor mehrfach die Wirkung der beiden äußerst unterschiedlichen Fassaden. Helle Fassaden rücken das Gebäude stark in den Vordergrund und stellen meist ein Gegenstück zur Natur dar, während dunkle Fassaden das Gebäude zurückhaltend und bescheiden, aber dennoch besonders wirken lassen.
Das Ergebnis war, dass sich 22 Teilnehmer für eine dunkle und 16 für eine eher helle Fassadengestaltung aussprachen. Im Anschluss wurde rege über das bevorzugte Material der Fassade diskutiert und viele Fragen von Seiten der Workshop-Teilnehmer gestellt. Der Vorschlag des Architekten und der Verwaltung eine vorvergraute Holzfassade als Material zu wählen, stieß bei der Abstimmung per Handzeichen mehrheitlich auf Zustimmung bei den rund 40 Teilnehmern des Workshops.

Neben den Materialien für die Fassade wurden auch die möglichen Fußbodenbeläge für die verschiedenen Räume präsentiert und die jeweiligen Vor- und Nachteile dargelegt. So gibt es moderner Sichtestrich, der sich beispielsweise im Foyer oder den Fluren in sehr vielen Farb- und Strukturvarianten anbietet. Ein robustes Holzparkett dagegen stellt ein ideales Ambiente für den Saal für jede Veranstaltung dar. Linoleum ist ein beständiges, leicht zu reinigendes Material, welches für Umkleide- und Nebenräume geeignet wäre. Für Küchen- und Sanitärbereiche wurden Fliesen vorgeschlagen. 

Anschließend erfolgte in einer öffentlichen Gemeinderatssitzung die Entscheidung über die Fassaden- und Fußbodengestaltung. Aus der Mitte des Gemeinderats wurde angeregt, die Gestaltung der Fassade zunächst in zwei Stufen abzustimmen. Zunächst wurde vom Gemeinderat mehrheitlich beschlossen, die Fassade in gedeckter bzw. zurückhaltender Form zu gestalten. Im Anschluss befürwortete das Ratsgremium mit knapper Mehrheit eine Holzfassade. Einstimmiges Votum gab es für die vorgeschlagenen Fußbodenbeläge. 

Die Erstellung von Farb- und Profilmustern für die Fassade wird nun eine der nächsten Aufgaben für das Architekturbüro dasch zürn sein. Bei der Entscheidung, welche Holzfassade letztendlich gewählt wird, ist es besonders wichtig, dass die unterschiedlichen Varianten nicht im geschlossenen Raum betrachtet werden, sondern unmittelbar vor Ort, in der freien Natur wie Bürgermeister Karsten Mußler betonte. 

Am Ende der Veranstaltung bedankte sich Bürgermeister Karsten Mußler bei den Bürgerinnen und Bürgern, die ihre Zeit investiert haben, um sich im Vorfeld über die Gestaltung der Veranstaltungshalle zu informieren und damit die Möglichkeit hatten, ihre Meinung unmittelbar zu äußern.

 

Kontakt

Stadt Kuppenheim
Friedensplatz
76456 Kuppenheim
Telefon: 07222/9462-0
Telefax: 07222/9462-150
stadt@kuppenheim.de